Grenzerfahrung – Teil 1
Mit dem Fahrrad entlang der deutsch-niederländischen Grenze bis an die Nordsee
Meine Reise – Tag für Tag
Ich fahre los, obwohl noch nicht alles perfekt vorbereitet ist. Nach 109 Kilometern, Garmin-Problemen und einer spontanen Unterkunftssuche steht fest: Der Anfang ist gemacht.
Nach dem anstrengenden Vortag finde ich auf ruhigen Wegen zwischen Deutschland und den Niederlanden zurück zur Freude am Reisen. Ohne festes Tagesziel erreiche ich Winterswijk noch vor dem Regen.
Vertraute Orte an der Maas wecken Erinnerungen an frühere Touren. Doch Regen, Gegenwind und eine enttäuschende Streckenführung machen den Weg nach Emmerich zur Geduldsprobe.
Sonne, kleine Wege und kaum bemerkbare Grenzübertritte begleiten mich nach Bad Bentheim. Zwischen Pferdekoppeln und stillen Kilometern finde ich meinen Reiserhythmus – und Zeit für Gedanken.
Mit Rückenwind, schönen Höfen und kleinen Rastplätzen beginnt der Tag vielversprechend. Doch das ausgebuchte Hotel in Twist macht die Etappe länger als geplant – bis nach Meppen.
Von Meppen führen mich ruhige Kanalwege und ein Besuch am Kloster Ter Apel zurück in die Niederlande. Kräftiger Gegenwind macht die letzten Kilometer zäh, bevor bei Wedde ein kleines Häuschen auf mich wartet.
Entlang der Westerwoldse Aa folge ich dem Wasser zum Dollart. Eine korrigierte Routenplanung nimmt den Zeitdruck – und in Ditzum bleibt endlich Zeit, mich über das Erreichte Meer zu freuen.
Eine sonnige Fährfahrt eröffnet meinen letzten Radtag entlang der Küste. Zwischen Greetsiel und Norden berührt mich eine unerwartete Begegnung: Ein Ortsansässiger schenkt mir ein selbst gefertigtes Holzkreuz.
Mit dem Zug geht es von Norden zurück nach Düsseldorf, die letzten Kilometer führen über vertraute Wege nach Hause. Beim Wiegen der Ausrüstung stehen 24,1 Kilogramm fest – und die Lust auf die nächste Etappe bleibt.








