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Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Radfahren nach Zahlen

Autorenbild: Holger Brettschneider
Holger Brettschneider
18. Okt.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Okt.

Auf meiner Fahrt durch die Niederlande begegneten mir immer wieder kleine Schilder mit Zahlen. Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: das Knotenpunktsystem. Gerade nach meinen Schwierigkeiten mit der digitalen Routenplanung fand ich diese Form der Orientierung interessant.


Von einer Nummer zur nächsten

Ausgewählte Kreuzungen des Radwegenetzes tragen Nummern. Vor einer Tour stellt man sich auf einer Karte oder mit einem Routenplaner eine passende Folge zusammen. Unterwegs weisen Schilder zum jeweils nächsten Knotenpunkt.

Man muss sich also keine lange Wegbeschreibung merken. Eine Liste der richtigen Nummern genügt als Orientierung. Die Verbindungen lassen sich zu eigenen Strecken kombinieren. Auch eine kürzere Variante kann man anhand der Karte zusammenstellen.


Einfach fahren und trotzdem mitdenken


Mir gefällt daran, dass der Blick seltener auf ein Display wandern muss. Die Beschilderung übernimmt einen Teil der Navigation, und es bleibt mehr Aufmerksamkeit für die Umgebung.

Eine Karte würde ich trotzdem mitnehmen. Die Nummer allein sagt wenig darüber, wie weit das Tagesziel noch entfernt ist. Auch Wetter, Untergrund und mögliche Sperrungen bleiben bei der Planung wichtig.

Für meine nächste Tour ist das Knotenpunktsystem jedenfalls eine interessante Ergänzung. Die Technik darf helfen – und manchmal tut es auch ein gut lesbares Schild.


Eine einfache Orientierung kann unterwegs mehr wert sein als eine komplizierte Planung.

Quellen und weiterführende Informationen


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