Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Der Dollart zwischen Land und Meer
Aktualisiert: 29. Okt.
Auf meiner Fahrt von Wedde nach Ditzum folgte ich lange der Westerwoldse Aa nach Norden. Am Dollart erreichte ich schließlich das Meer. Nach den vergangenen Tagen war das für mich mehr als ein weiterer Punkt auf der Karte.
Eine Bucht an der Grenze
Der Dollart liegt im Mündungsgebiet der Ems an der deutsch-niederländischen Grenze. Seine Landschaft ist von Meereseinbrüchen, Landverlusten und späteren Eindeichungen geprägt. Die Küstenlinie ist hier das Ergebnis einer langen Geschichte zwischen Mensch und Wasser.
Heute gehören weite Wattflächen und Salzwiesen zum Bild. Die Gezeiten verändern die Landschaft fortwährend. Mit dem ablaufenden Wasser werden Wattflächen frei, mit der Flut kommt das Wasser zurück. In den geschützten Buchten lagern sich Sedimente ab; an den Rändern können Salzwiesen entstehen.
Mein erster Blick auf das Meer
Für mich änderte sich hier der Charakter der Reise. Hinter mir lagen die Grenzwege, Flüsse, Kanäle und die langen Passagen nach Norden. Vor mir wartete ein ganzer Tag an der ostfriesischen Küste.
Die weite Landschaft passte zu diesem Übergang. Ich musste dafür kein spektakuläres Ziel erreichen. Es genügte, nach all den Kilometern am Wasser zu stehen und zu wissen: Jetzt bin ich am Meer.
Der Dollart war für mich ein Etappenziel und zugleich der Beginn des Küstenabschnitts.
Quellen und weiterführende Informationen
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