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Grenzerfahrung - Teil 1: Alle Etappen und Reise-Exkurse
Mit dem Fahrrad entlang der deutsch-niederländischen Grenze bis an die Nordsee: Hier findest du alle Berichte des ersten Abschnitts meiner Deutschlandumrundung. Ich erzähle von schönen Wegen, Gegenwind, kleinen Umwegen und Begegnungen, die geblieben sind. Du kannst mit Tag 1 beginnen und der Reise Schritt für Schritt folgen oder direkt einen Tagesbericht auswählen. Die Reise-Exkurse darunter ergänzen meine Erlebnisse um Hintergründe zu Landschaft, Geschichte, Kultur und ander
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Mit der Fähre Ditzum über die Ems
Am Morgen meines letzten Radtages stand ich mit dem Fahrrad am Hafen von Ditzum. Die Überfahrt nach Petkum dauerte für mich gut 15 Minuten. Sonne, glitzerndes Wasser und eine kurze Pause vom Treten: einen schöneren Beginn hätte ich mir kaum wünschen können. Ein Schiff mit langer Geschichte Die Fähre wurde 1926 auf der Meyer-Werft in Papenburg gebaut und nahm im Herbst desselben Jahres ihren Dienst auf. Zunächst war sie ein Dampfschiff. 1954 erfolgte der Umbau zum Motorschiff,
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Der Dollart zwischen Land und Meer
Auf meiner Fahrt von Wedde nach Ditzum folgte ich lange der Westerwoldse Aa nach Norden. Am Dollart erreichte ich schließlich das Meer. Nach den vergangenen Tagen war das für mich mehr als ein weiterer Punkt auf der Karte. Eine Bucht an der Grenze Der Dollart liegt im Mündungsgebiet der Ems an der deutsch-niederländischen Grenze. Seine Landschaft ist von Meereseinbrüchen, Landverlusten und späteren Eindeichungen geprägt. Die Küstenlinie ist hier das Ergebnis einer langen Gesc
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: "Windräder der Schande (???)"
September 2026 · Haren (Ems), Deutschland Energiepolitik entlang meiner Reiseroute Auf meinen Reisen durch Deutschland fällt mir immer wieder auf, wie sehr sich unsere Landschaft verändert hat. Windräder begleiten mich über viele Kilometer, auf Dächern und Feldern sehe ich große Solaranlagen und immer wieder neue Stromtrassen. Das bringt mich zwangsläufig zu einem Thema, über das in unserer Gesellschaft heftig gestritten wird und bei dem die Diskussion für meinen Geschmack vi
Holger Brettschneider
22. Okt.2 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Das Kloster Ter Apel
Auf meiner Fahrt von Meppen nach Wedde erreichte ich am frühen Nachmittag die Klosteranlage von Ter Apel. Eben noch hatte ich über Wind, Navigation und die nächsten Kilometer nachgedacht. Nun stand ich vor einem Ort mit einer mehr als 500 Jahre alten Geschichte. Das Haus des neuen Lichts 1464 schenkte Jacobus Wiltingh Land bei Ter Apel dem Orden vom Heiligen Kreuz. Im folgenden Jahr entstand die Klostergemeinschaft. Ihr Name „Domus Novae Lucis“ bedeutet „Haus des neuen Lichts
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Kloster Frenswegen bei Nordhorn
Auf dem Weg von Bad Bentheim nach Meppen erreichte ich nach meiner Pause in Nordhorn das Kloster Frenswegen. Die weitläufige Anlage wirkte ruhig und eindrucksvoll. Ich wäre dort gern länger geblieben. An diesem Tag beanspruchte allerdings die Suche nach einer Unterkunft meine Aufmerksamkeit. Alte Mauern mit neuer Aufgabe Die Geschichte des Klosters beginnt 1394 mit der Gründung eines Augustiner-Chorherrenstifts. Über Jahrhunderte war Frenswegen ein religiöser und kultureller
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Warum ich Sonnenblumen mag
Die Sonnenblume ist meine Lieblingsblume. Vielleicht liegt es an ihrem kräftigen Gelb, vielleicht an ihrer Größe. Selbst unter dunklen Wolken strahlt sie für mich etwas Warmes aus. Auf einer Radtour fallen mir Sonnenblumen sofort auf. Zwischen grünen Feldern und großen Höfen genügen manchmal wenige Sekunden, damit mir ihr Anblick für den Rest des Tages im Gedächtnis bleibt. Folgen Sonnenblumen immer der Sonne? Bei jungen, noch wachsenden Pflanzen bewegt sich die Spitze im Tag
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Grenzen, die ich kaum noch bemerkte
Wer aus meiner Generation erinnert sich nicht an die früheren Grenzübergänge? Schlagbäume, Kontrollhäuschen und manchmal lange Warteschlangen gehörten selbstverständlich zur Fahrt ins Ausland. Ausweise vorzeigen, gelegentlich den Kofferraum öffnen: Die Grenze war ein deutlich wahrnehmbarer Ort. Während meiner Radtour wechselte ich mehrfach zwischen Deutschland und den Niederlanden. Oft merkte ich es erst an den Straßenschildern. Dieser Unterschied beschäftigte mich. Eine euro
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Hanns Dieter Hüsch und der Niederrhein
Nach den ersten Tagen am Niederrhein musste ich an Hanns Dieter Hüsch denken. Ich hatte ihn früher oft und gern gehört. Seine Sprache, sein feiner Humor und seine Beobachtungen der Menschen waren mir im Gedächtnis geblieben. Auf dem Fahrrad kamen diese Erinnerungen zurück. Die weite Landschaft, kleine Ortschaften und die Wege an den Deichen gaben ihnen einen passenden Hintergrund. Eine Stimme aus Moers Hüsch wurde 1925 in Moers geboren. Als Kabarettist und Geschichtenerzähler
Holger Brettschneider
22. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 9: Heimfahrt mit Lust auf die nächste Etappe
An diesem Morgen stellte ich sicherheitshalber den Wecker. Meistens brauchte ich ihn nicht. Aber ausgerechnet dann zu verschlafen, wenn man einen Zug erreichen musste, wäre ein ziemlich unpassender Abschluss gewesen. Ich war rechtzeitig wach, setzte Kaffee auf, duschte und machte mich fertig. Beim Frühstück gab es reichlich Auswahl – diesmal sogar Quark. Gefühlt 350 Gramm davon wurden meine. Ein Morgen ohne neue Tagesroute Ich hatte Zeit. Kein hektisches Packen, keine neue Ra
Holger Brettschneider
22. Okt.2 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 8: Die Küste, ein Holzkreuz und der Wunsch weiterzufahren
Ich hatte richtig gut geschlafen. Komplett durch. Nachdem ich schon am Vortag eine Weile geschlafen hatte, war wohl klar: In den vergangenen Tagen hatte sich ein ordentliches Schlafdefizit angesammelt. Nach einem Telefonat mit zu Hause, Frühstück und Packen stand ich um 8:45 Uhr am Hafen von Ditzum. Mein letzter Radtag begann auf einer Fähre. Die Sonne schien, das Wasser glitzerte, und das Wetter hätte für diesen Abschluss kaum schöner sein können. Über die Ems und hinein in
Holger Brettschneider
21. Okt.4 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 7: Dem Wasser folgen und das Meer erreichen
Als ich aufwachte, war es bereits sieben Uhr. Wirklich gut hatte ich nicht geschlafen. Rund zwei Stunden war ich wach gelegen. An den Schlafsack musste ich mich erst wieder gewöhnen; es war auf dieser Reise meine erste Nacht darin gewesen. Dafür zeigte sich der Morgen freundlich. Die Sonne schien, es war angenehm warm, und das Ziel stand fest: von Wedde nach Ditzum, an den Dollart und damit ans Meer. Frühstück erst nach fünfzehn Kilometern Bis ich auf dem Fahrrad saß, war es
Holger Brettschneider
21. Okt.3 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 6: Gegenwind und ein Häuschen für mich allein
Nach einer guten Nacht stand ich gegen sieben Uhr auf und saß um halb acht als Erster beim Frühstück. Das Buffet ließ kaum Wünsche offen. Selbst Quark und Milchreis waren dabei. Ein guter Anfang für einen Tag, der mich von Meppen zurück in die Niederlande führen sollte. Für den Abend hatte ich eine ungewöhnliche Unterkunft bei Wedde gefunden. Außerdem nahm der Abschluss meiner Reise Gestalt an: Am Mittwoch wollte ich von Norden mit dem Zug nach Düsseldorf zurückfahren. Auch d
Holger Brettschneider
21. Okt.3 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Radfahren nach Zahlen
Auf meiner Fahrt durch die Niederlande begegneten mir immer wieder kleine Schilder mit Zahlen. Dahinter steckt ein einfaches Prinzip: das Knotenpunktsystem. Gerade nach meinen Schwierigkeiten mit der digitalen Routenplanung fand ich diese Form der Orientierung interessant. Von einer Nummer zur nächsten Ausgewählte Kreuzungen des Radwegenetzes tragen Nummern. Vor einer Tour stellt man sich auf einer Karte oder mit einem Routenplaner eine passende Folge zusammen. Unterwegs weis
Holger Brettschneider
18. Okt.1 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 5: Ein schöner Vormittag und ein langer Weg nach Meppen
Für diesen Tag hatte ich mir eine überschaubare Etappe vorgenommen. Rund 75 Kilometer bis Twist, am Nachmittag ankommen und möglichst vor dem Regen im Hotel sein. Die Route war ausgearbeitet, eine mögliche Unterkunft gefunden. Am Ende landete ich in Meppen. Zwischen dem angenehmen Vormittag und der Ankunft um 17:30 Uhr lagen einige zusätzliche Kilometer und eine weitere Lektion über die Planung einer Radreise. Aufbruch mit Rückenwind Um 9:40 Uhr fuhr ich los. Besonders gut ha
Holger Brettschneider
18. Okt.3 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 4: Sonne, offene Grenzen und Zeit für Gedanken
Ich hatte gut geschlafen, meine Sachen vernünftig gepackt und war bereit für den nächsten Tag. Und dann zeigte sich tatsächlich die Sonne. Nach den vergangenen grauen Tagen veränderte das sofort die Stimmung. Also los: Schauen wir einmal, was der Tag bringen würde. Von Winterswijk ging es durch den Achterhoek und weiter durch Twente in Richtung Bad Bentheim. Wieder lag die Grenze mehrfach auf meinem Weg. Sie war auf der Karte deutlicher zu erkennen als in der Landschaft. Klei
Holger Brettschneider
18. Okt.3 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 3: Ruhige Wege zwischen zwei Ländern
Am Vorabend hatte ich noch über einen Ruhetag nachgedacht. Nach einer erholsamen Nacht sah die Welt schon anders aus. Ganz auf das Radfahren verzichten wollte ich nicht. Also entschied ich mich für einen Mittelweg: einige Stunden im Sattel, ohne mich gleich wieder auf eine lange Etappe festzulegen. Aus diesem vorsichtigen Start wurde ein schöner Reisetag zwischen Deutschland und den Niederlanden. Vor allem die Strecke passte diesmal viel besser zu dem, was ich mir unter meine
Holger Brettschneider
18. Okt.3 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung – Tag 2: Gegenwind, Erinnerungen und Umwege
Um 1:15 Uhr weckte mich ein kräftiges Gewitter. Der Regen prasselte gegen das Fenster. Spätestens jetzt stand fest: Die Entscheidung gegen das Zelt und für ein festes Dach war richtig gewesen. Außerdem hatte ich gewaltigen Hunger. Also gab es mitten in der Nacht ein kleines, deutlich verfrühtes Frühstück. Ungewöhnlich, aber durchaus angenehm. Der zweite Tag meiner Grenzerfahrung führte mich von Kaldenkirchen über die Maas und Venlo nach Emmerich. Es wurde ein langer Tag, an d
Holger Brettschneider
18. Okt.3 Min. Lesezeit


Grenzerfahrung - Tag 1: Einfach losfahren
Wann beginnt man eine solche Tour? Wenn das Material vollständig erprobt ist, die Vorbereitung stimmt und auch das Wetter mitspielt? Es gibt viele gute Gründe, den Start noch einmal hinauszuschieben. Doch wenn man darauf wartet, dass wirklich alles passt, fährt man wahrscheinlich nie los. Genau so ging es mir in den vergangenen Tagen. Vieles war noch nicht fertig, manches entsprach noch nicht meinen Vorstellungen. Irgendwann sagte ich mir deshalb: Ich fahre jetzt einfach los.
Holger Brettschneider
16. Okt.4 Min. Lesezeit
Radfahren: Unterwegs auf zwei Rädern
Radfahren: Unterwegs auf zwei Rädern Radfahren verbindet Bewegung, Natur und die Freiheit, den eigenen Weg zu wählen. Ob auf ruhigen Nebenstraßen, abwechslungsreichen Wegen oder langen Touren durch unbekannte Landschaften: Jeder Kilometer erzählt seine eigene Geschichte. Warum Radfahren für mich so besonders ist Auf dem Fahrrad erlebt man eine Region in seinem besonderen Tempo. Man nimmt die Umgebung bewusster wahr, entdeckt kleine Wege und kann spontan anhalten, wenn ein Aus
Holger Brettschneider
15. Okt.1 Min. Lesezeit
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