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Grenzerfahrung – Reise-Exkurs: Hanns Dieter Hüsch und der Niederrhein

Autorenbild: Holger Brettschneider
Holger Brettschneider
22. Okt.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Okt.

Nach den ersten Tagen am Niederrhein musste ich an Hanns Dieter Hüsch denken. Ich hatte ihn früher oft und gern gehört. Seine Sprache, sein feiner Humor und seine Beobachtungen der Menschen waren mir im Gedächtnis geblieben.

Auf dem Fahrrad kamen diese Erinnerungen zurück. Die weite Landschaft, kleine Ortschaften und die Wege an den Deichen gaben ihnen einen passenden Hintergrund.



Eine Stimme aus Moers


Hüsch wurde 1925 in Moers geboren. Als Kabarettist und Geschichtenerzähler blieb er eng mit dem Niederrhein verbunden. Für mich lag die besondere Stärke seiner Geschichten darin, dass er Menschen mit ihren Eigenheiten sichtbar machte.

Ich mochte die leise Ironie und die Wärme, die ich darin hörte. Man musste nicht auf die große Pointe warten. Oft blieb gerade eine beiläufige Beobachtung hängen.


Mit Geschichten durch eine Landschaft fahren


Wenn ich unterwegs an Menschen und Orten vorbeikam, glaubte ich gelegentlich, Figuren aus seinen Erzählungen wiederzuerkennen. Natürlich waren das meine eigenen Verbindungen im Kopf. Aber sie machten die Strecke persönlicher.

So besteht eine Landschaft für mich auch aus dem, was ich schon über sie gehört und gelesen habe. Auf dieser Reise waren das unter anderem die Geschichten von Hüsch. Zu Hause wollte ich mir die alten Aufnahmen wieder anhören.


Manche Stimmen bleiben im Gedächtnis und reisen noch Jahre später mit.


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